Schulfrei für die Bundeswehr: Kampagnen-Newsletter 38, Dezember 2016

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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei euch für die Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken, in dem wir vieles in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Gruppen auf regionaler, landesweiter oder bundesweitere Ebene erreicht haben.

 

Unsere Expertise wird zunehmend stärker gefragt. sei es als Referent bei der Anhörung in der Kinderkommission des Bundestages, für Medien (Fernsehen, Radio, Print) oder als Referent für Veranstaltungen. Mit unseren Protesten vor Schulen und Messen haben wir vielfach Gehör gefunden, sowohl bei Bündnispartnern als auch bei der Lokalpresse.

 

Die Bilder von Kindern an Maschinengewehren beim Tag der Bundeswehr gingen (fast) um die ganze Welt und brachten Ministerin von der Leyen gehörig ins Schwitzen. Der Schutz Minderjähriger schlägt immer größere Wellen. Zum einen hat sich die Anzahl der Soldaten unter 18 deutlich nacho ben entwickelt. Zum anderen gab es im Herbst eine klare Stellungnahme der Kinderkommission, die die zunehmenden Rekrutierungsbemühungen der Bundeswehr in dieser Form zurückweist und klare Empfehlungen in unserem Sinne ausgesprochen hat.

 

Durch unseren Druck ist es gelungen, die gute Arbeit der Servicestelle Friedensbildung zu erhalten. Mit 150.000 Euro stehen im Jahr 2017 nun auch mehr Gelder zur Verfügung.

 

Mit diesem Rückenwind gehen wir in das kommende Jahr. Denn wir haben noch viel zu tun, um die Praxis der Bundeswehr an und mit Schulen zu verändern. Wir werden aktiv zum internationalen Tag gegen Kindersoldaten, dem Red Hand Day, am 12. Februar, der weltweit größten Bildungsmesse, der didacta in Stuttgart, vom 14.-18. Februar, dem Tag der Bundeswehr in Ulm am 11. Juni sowie vor so vielen Schulen wie möglich.

 

Um die Kampagne, die verschiedenen Protestaktionen erfolgreich weiterführen zu können, brauchen wir auch mehr personelle Ressourcen. Wir freuen uns über einen Betrag von 20€, 50€ oder gerne auch mehr: Pax an e.V., IBAN: DE90 4306 0967 7021 1954 00, BIC GEDODEM1GLS, mit dem Stichwort: „Schulfrei“.

 

Ich zähle auf euch und eure Unterstützung im Jahr 2017 für unsere Forderungen

 

… an die Landesregierung:

 

» Die sofortige Kündigung der Kooperationsvereinbarung des Landes mit der Bundeswehr

» Durchsetzung eines Verbots von Lehr- und werbeveranstaltungen der Bundeswehr an und mit Schulen (z.B. Karrieretrucks, Bildungsmessen, Tage der Schulen bei der Bundeswehr, POL&IS)

» Eine kontinuierliche Erhöhung des Etats für Friedensbildung  (s. linke Spalte)

 

…an die Bundesregierung:

 

» Durchsetzung der UN-Kinderrechte und der Empfehlungen der Kinderkommission des Bundestages

» Keine Rekrutierung von Minderjährigen unter 18 Jahren

» Keine Abenteuercamps, Events oder online-Angebote (z.B. „Die Rekruten“), die den Soldatenberuf verharmlosen

 

Viele Grüße, eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahresabschluss in diesen unfriedlichen Zeiten

Roland Blach

(Koordinator)

 

 

In der Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“ arbeiten derzeit mit: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Baden-Württemberg, Informationsstelle Militarisierung, Ohne Rüstung Leben, Pax Christi Baden-Württemberg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg, Ökumenisches Netz Württemberg, Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart, Pax an – die Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung e.V., Die AnStifter, das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee, die Pressehütte Mutlangen, Initiative gegen Militärforschung an Universitäten und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Baden-Württemberg.
Die Kampagne wird unterstützt von: DGB Nordwürttemberg, Grüne Jugend Baden-Württemberg, terre des hommes Deutschland e.V. Arbeitsgruppen Freiburg, Stuttgart, Tübingen und Ulm, UstA PH Freiburg, UstA PH Schwäbisch Gmünd, ver.di Landesverband Baden-Württemberg, Die Linke Baden-Württemberg

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