30. März: Auftakt der NRW-Ostermärsche in Gronau – Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage: Urananreicherung stoppen und Atomwaffen ächten

Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau, 14-04.2017

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Bürgerinitiative (BI) „Kein Atommüll in Ahaus“, Natur- und Umweltschutzverein (NUG) Gronau, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Pressemitteilung, 12. März 2018

 

Am Karfreitag, 30. März, veranstaltet das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen wieder einen Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) des internationalen Urenco-Konzerns. Die Auftaktkundgebung beginnt um 13 Uhr am Bahnhof Gronau (Westf.), anschließend geht es zur Urananreicherungsanlage, wo es vor dem Haupttor eine Abschlusskundgebung gibt. Thematischer Schwerpunkt sind in diesem Jahr Atomwaffen – und das nicht nur aufgrund der ständigen Provokationen und dem angekündigtem Wettrüsten zwischen den USA, Nordkorea und Russland. „Auch die Urananreicherungsanlage in Gronau und das Ahauser Atommülllager stehen in direktem Zusammenhang mit der weltweiten Bedrohung durch Atomwaffen,“ so Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Auch in diesem Jahr ist der Gronauer Ostermarsch der Auftakt der Ostermärsche in NRW. Die Planungen erfolgen in Zusammenarbeit mit den Friedensorganisationen, die auch den Ostermarsch Rhein-Ruhr organisieren.

 

Urencos Hilfe für Atomwaffenprogramme

Die Urananreicherungstechnik spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Bau von Atombomben. Das pakistanische, nordkoreanische und auch iranische Atomprogramm basieren auf Unterlagen des Urenco-Konzerns, die in den 1970er-Jahren bei der Schwesteranlage der UAA Gronau in Almelo (NL) entwendet wurden.

In den letzten Jahren sind die Lieferungen von angereichertem Uran von Gronau in die USA massiv gewachsen. Es gibt sogar Lieferverträge zwischen Urenco und dem US-AKW-Betreiber TVA, der in zwei AKW wichtige Spaltprodukte (Tritium) für die Instandhaltung und die von US-Präsident Trump angekündigten Neuentwicklungen von Atomwaffen produziert. Hiermit wird die Grenze von der zivilen Nutzung der Anreicherung  zur militärischen Nutzung klar überschritten!

 

Atombomben-Material im Atommülllager Ahaus

Trotz massiver Sicherheitsbedenken hält die bayrische Landesregierung an den Plänen fest, Atommüll mit bis zu 87,5% angereichertem Uran aus dem Garchinger Forschungsreaktor in Ahaus einzulagern. „Wenn dies passiert, müsste das Ahauser Atommülllager zu einem militärischen Hochsicherheitsbereich ausgebaut werden, da dieser Atommüll mit besonders einfachen Mitteln für den Bau von Atombomben genutzt werden kann,“ so Felix Ruwe von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.

 

Atomwaffen und Urananreicherung ächten

Auf dem Gronauer Ostermarsch am Karfreitag wird unter anderem ein Vorstandsmitglied der Friedensnobelpreisträgerin ICAN sprechen. Die Organisation hat in den vergangenen Jahren maßgeblich Einfluss auf die Initiierung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags gehabt. „Wir fordern mit dem Gronauer Ostermarsch, dass die Bundesrepublik Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und dementsprechend die Urananreicherung, Uranexporte und die Lagerung von US-Atomwaffen in Deutschland beendet,“ erklärte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die alte Bundesregierung weigerte sich bisher, dem UN-Vertrag beizutreten. Von der neuen Bundesregierung fordern die Initiativen und der BBU eine rasche Kurskorrektur sowie die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau.

Die OrganisatorInnen des Ostermarsches in Gronau hoffen auf eine rege Beteiligung, um ein deutliches Zeichen für friedliche Konfliktlösungen und gegen weitere Eskalationen durch deutsche Uran- und Waffenexporte zu setzen. Auch eine Vertreterin der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW wird auf dem Ostermarsch sprechen. IPPNW setzt sich seit Jahren aus zivilen wie militärischen Gründen für einen Ausstieg aus der Urananreicherung ein.„Alle, die sich für diese Ziele einsetzen wollen, sind herzlich zur Teilnahme am Gronauer Ostermarsch eingeladen. Neben Rede-Beiträgen wird es auch wieder Musik des Kölner Liedermachers Gerd Schinkel geben und die VolXküche sorgt für das leibliche Wohl,“ so Peter Bastian.Zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch rufen u. a. der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, die BI „Kein Atommüll in Ahaus“, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der AKU Schüttorf und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf.

 

Hintergrundinformationen:

www.ostermarsch-gronau.de <http://www.ostermarsch-gronau.de>

http://www.ostermarsch-ruhr.de

https://www.friedenskooperative.de

https://www.icanw.de

https://www.ippnw.de

http://www.zeit.de/2017/35/nordkorea-atomwaffen-pakistan-abdul-qadeer-khan

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